2026-09-08_Pagondas – Kiriakou – Schluchtausblick (heute ohne Kiriakou)

Da ich letzte Nacht wieder einmal beim Schreiben am Küchentisch eingeschlafen bin, war die Nacht nicht wirklich erholsam. Es ist aber auch sehr ermüdend, wenn die Tastatur, die Rechtschreibekorrektur des Betriebssystems und von WordPress aus einem eigentlich geschriebenen Text etwas Sinnfreies machen. Durch die nötigen Korrekturen dauert das Schreiben gefühlt dreimal so lange als normal.
Jammern hilft aber nichts, also Augen zu ….und schlafen. So ist es mir jetzt leider schon öfters passiert.

Heute sind wir also wieder spät los zu einer Wanderung, bei der mir ein Wegstück (bzw. ein eigentlich wegloses Stück), sehr am Herzen liegt – macht es doch die Streckenwanderung zu einer netten Rundwanderung. Aufgrund der fehlenden Zeit wurde der Ab- und Aufstieg in die Kiriakou-Bucht weggelassen. Da dieses Stück auf einer schlechten Fahrstraße verläuft, setze ich voraus, dass es problemlos zum Laufen geht, ohne es aktuell gelaufen zu sein.
Auf der ersten Hälfte der Strecke hat man einmalige Ausblicke über den Südostteil der Insel, die Meerenge und die türkische Küste samt imposanter Berge.
An der Kapelle Agios Spiridon kann man gut Rast einlegen und den kurzen Abstecher zum Schluchtausblick unternehmen. Die große Schlucht zwischen der Bucht Tsopela und Kiriakou ist nicht an vielen Stellen sichtbar. Von unserem selbstgesuchten Schuchtausblick kann man sich aber eine Vorstellung machen. Hoch darüber thront, immer gut sichtbar, die Profitis Ilias Doppelkapelle. Sie ist die kleine Schwester der großen Kakoperato-Schlucht im Norden vom Zoodochus Pigi Kloster bei Kosmadai zum Megalo Seitani.
Seit neuestem ist auch von unserer Rastkapelle (Spiridon) auf dieser Strecke, ein Weg bis zum Ende der Kakoremaschlucht am Meer auf den OSM-Karten eingezeichnet – diesmal habe ich den aber (noch) nicht ausprobiert.
Ab der Kapelle geht das spannende Stück der Strecke hoch. Auf der linken Seite, Ziegenpfaden folgend den Hang hoch – dabei immer gut an den aufgezeichneten gps-Track halten und oben exakt den kleinen Durchschlupf durch die ansonsten unüberwindliche Stachelhecke erwischen. Es hat dank der Ziegen und Ziegenhirten, die diese Verbindung offen halten, wieder geklappt. Man muss zwar kratzfest und leidensfähig sein, aber es lohnt. Es hat mich sehr gefreut, dass die Verbindung auch nach fast 10 Jahren noch funktioniert.

Anschließend sind wir nochmal zur Brauerei „Samos Beer“ in Pythagorio gegangen, durften an einer Brauereiführung teilnehmen, gutes Bier trinken und Pizza essen.
Die Brauerei braut seit 2023 in Pythagorio auf einer vollautomatischen, norwegischen 150 Liter Anlage, mit 4 Gär- und Lagertanks besteht ausreichend Flexibilität. Es sind aufgrund der kleinen Mengen immer andere Sorten im Ausschank, so dass es nie langweilig wird. Es sind helle, relativ süffige Biere. Mit der Hopfenzugabe wird aber, nach meinem Geschmack sehr gespart.
Wir kommen sicher wieder!

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