Offline Navigation mit gpx-Datei

Häufig bekomme ich die Frage gestellt, wie man denn mit den Tracks auf meiner Seite umgeht, wenn man nicht online ist. Das Roaming im Ausland ist ja nicht gerade günstig, aber auch im Heimatland zehren online-Kartendienste wie z.B. Google-Maps sehr am „Inklusiv-Datenvolumen“.

Vorab, es ist nicht schwer und kostet nichts, außer man möchte die beiden Anbieter der tollen Software und der Karten mit einer Spende unterstützen.

Die meisten werden wohl inzwischen ein Smartphone besitzen, oder zumindest jemanden in der Wandergruppe haben, der eins dabei hat.

Ich kann (und möchte) hier aber nur für das am weitesten verbreitete (und meiner Meinung nach flexibelste) Smartphone-Betriebssystem schreiben: Für Android.

Was braucht man?
1. Den Track (Tourenverlauf) in Form einer gpx-Datei:
Zum Download bei jeder meiner Wanderungen gibts eine gpx-Datei.
Diese Datei beinhaltet den gesamten Streckenverlauf.
2. Das Programm zum Anzeigen des Tracks und der offline-Karte:
Zum Anzeigen der gpx-Datei verwende ich die App OruxMaps. Die gibt es im Google PlayStore in einer kostenlosen, werbefreien sowie in einer Spenden – Version. Ich habe mir die Spenden-Version geleistet, die kostenlose Variante hat aber den gleichen Funktionsumfang.
3. Die Karten:
Das notwendige Kartenmaterial besorge ich mir bei openandromaps.org.
Das sind hervorragend aufbereitete Open-Street-Map (OSM) Vektorkarten fürs Wandern oder Radfahren. Christian Kernbeis macht hier eine erstklassige Arbeit.
4. Einarbeiten in das Programm und die Karten:
Wie bei jeder funktionsreichen Software muss man sich auch in OruxMaps etwas einlesen. Die Grundfunktionen, welche für unsere Anwendung gebraucht werden sind aber schnell erfasst. Zudem gibt es auf der Herstellerseite sogar einen Link zu einer deutschen Anleitung.
Auch auf openandromaps.org gibt es eine detaillierte Anleitung wie die Karten und die Kartenstile (RenderThemes) installiert und verwendet werden.
So sieht es dann unterwegs aus:
image

Hat man das GPS in OruxMaps eingeschaltet und den Track geladen sieht man auf der Karte durch den roten Pfeil ob man sich noch auf dem Weg (blaue Linie) befindet, bzw. kann dem Track recht genau folgen.
Das kostet natürlich Akkuleistung. Dafür kaufte ich mir vor ein paar Jahren einen sogenannten PowerPack. Das ist nichts anderes als ein großer Lithiumionen-Akku über den man, falls er aufgeladen ist, andere Geräte mit USB-Anschluß aufladen kann.

Viel Spaß beim Nachwandern… 😉

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