2026-08-28_Pandroso – Oros Karvouni – Ag. Nikolaus

Ich war gespannt, in welchem Zustand der Pfad von Pandroso zum Karvouni nach den vielen Jahren ist. Ursprünglich beim großen Waldbrand im Jahr 2000 zerstört war er danach nur von Touristen wie uns zeitweise freigeschnitten und zumindest was den ersten Teil betrifft, benutzbar gehalten. Der zweite Teil war bis zur „offiziellen“ Wiederentdeckung durch unseren Wanderfreund stets abenteuerlich, da die Natur in Form von Brombeeren und Stachelefeu, sowie immer wieder umgestürzte Baummumien für Abwechslung sorgte. Für uns gibt es drei Pfadteile. Den ersten und zweiten machen wir schon seit 2007 – den dritten versuchten wir erstmal 2019, da der Einstieg markiert war. Die einzelnen Teile sind jeweils getrennt durch Fahrwege. Der erste Teil beginnt in Pandroso. Der zweite hinter einem relativ neuen Haus. Beide zwar die letzten Jahre kaum gepflegt, aber begehbar. Der dritte Teil sieht immer noch unfertig aus, wie vor 7 Jahren. Irgendwo ist ein Steinehaufen zur Markierung, dass es dort rechts hoch gehen soll. Wer auch immer das da aufgeschichtet hat, ein Pfad ist dort nicht. Nach einiger Rutsch- Kletterei endet man an einem wehrhaften abgestorbenen Ginster. Also wieder runter zum Steinhaufen und auf der Terrasse noch ein wenig weiter und dann hoch – auch das ist kein Weg sondern Steilhang. Ich kämpfte mich diesmal durch, aber diese ansonsten ca. 10 Minuten Schotterstraße kosteten mich mehr als 45 Minuten – irre anstrengend, unnötig und nur doof.

Der weitere Verlauf folgt der Schotterstraße, ohne Aufreger bis zur Prof. Ilias Gipfelkapelle.

Hinunter gehen wir dann ein Stück Schotterstraße, und an der oberen Markierung zum dritten (unpassierbaren) Pfadteil links zum Wegende. Dort geht es rel. gut sichtbar auf Ziegenpfaden weiter abwärts bis man an einem verlassenen Haus wieder eine größere Schotterstraße erreicht. Dieser Weg nach links bergab führt bald an einer Kapelle vorbei. Nach einiger Zeit kommt links die Abzweigung zur Ag. Nikolaus – die hoch oben auf dem Fels thront. Der Abstecher lohnt auf jeden Fall und ist das zweite Highlight der Wanderung. Nach Speis, Trank und toller Aussicht geht es dann weiter nach Pandroso, welches man nun von unten erreicht. Ein anstrengender aber lohnenter Tagesausflug, den man nicht zu spät beginnen und auf jeden Fall den dritten Teil Pfad des Aufstiegs vergessen sollte.

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